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Schutz vor Ransomware für Dummies – Neue und verbesserte Ausgabe für 2020

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Einführung 1 Urheberrechtlich geschütztes Material © 2020 John Wiley & Sons, Inc. Jede Verbreitung, Weitergabe oder unbefugte Nutzung ist strengstens untersagt. Einführung D ie zunehmende Verbreitung von Ransomware ist in den ver- gangenen Jahren zu einem äußerst lukrativen kriminellen Geschäft geworden. Die betroffenen Organisationen glauben oft, es sei am kosteneffektivsten, ein Lösegeld zu zahlen, um ihre Daten zurückzubekommen – und leider stimmt das auch häufig. Im Mai 2019 wurde die Stadt Baltimore Opfer eines Ransomware-An- griffs, der erhebliches Chaos verursachte. Es dauerte über eine Woche, bis Stadtbeamte wieder Zugriff auf kritische Infrastruktursysteme hat- ten. Die Wiederherstellung nach dem Angriff war schwierig und kostete die Stadt schätzungsweise 18 Millionen Dollar – wobei die Kriminellen nur 76.000 Dollar Lösegeld gefordert hatten. Zwei kleinere Städte in Florida entschieden sich für einen anderen Ansatz. Im Juni 2019 beschlossen die Regierungen von Lake City und Riviera Beach nach Ransomware-Angriffen, die gesamte von den Angreifern geforderte Lösegeldsumme zu zahlen, um ihre Daten zurückzuerhalten. Die Entschlüsselung der gestohlenen Daten erfor- derte jedoch beträchtliche Arbeit. Die Städte zahlten den Hackern insge- samt 1 Million Dollar in Bitcoin. Forscher sind sich einig, dass Angriffe dieser Art immer häufiger stattfinden werden. Was soll die nächste Stadt- oder Landesregierung tun, die von einem Ransomware-Angriff betroffen ist? Soll sie das geforderte Lösegeld zahlen oder mit dem langwierigen Prozess der manuellen Wiederher- stellung ihrer kompromittierten Daten beginnen? In vielen Fällen ist es für Städte finanziell sinnvoller, das Lösegeld zu zahlen und ihre Zeit der Entschlüsselung ihrer Daten zu widmen, anstatt Geld für die Wieder- herstellung ihrer Systeme auszugeben. Laut einer Studie von IBM befürworten die meisten amerikanischen Steuerzahler nicht, dass ihre Steuergelder für die Zahlung von Ransom- ware-Forderungen verwendet werden. 80 Prozent der Befragten gaben an, sich über Ransomware-Angriffe auf ihre Stadt Sorgen zu machen, und 60 Prozent waren dagegen, dass ihre Regierungen Steuergelder verwenden, um Angreifern Lösegelder für die Rückgabe gestohlener Daten zu zahlen. Das Problem besteht darin, dass jedes einzelne Unternehmen, das ein Lösegeld zahlt, die Entwicklung der nächsten Ransomware-Generation direkt mitfinanziert. So entstehen immer ausgeklügeltere Varianten, die gezieltere Angriffe ermöglichen. Die durch Ransomware-Angriffe

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